Wie Du ein starkes WARUM als Motivationsturbo nutzen kannst

von | Jan 8, 2019 | Führung, Persönlichkeit

Das WARUM als mächtiges Instrument um authentisch zu überzeugen

Ob im Bewerbungsgespräch, Verkaufs- und Mitarbeitergespräch sowie bei der Entwicklung Deines Mission Statements: Eine saubere Beantwortung Deines persönlichen Warum ist der Türöffner! Was es damit auf sich hat und wie sich das Konzept des WARUM gerade im Job und Business darstellt, darum geht es in diesem Beitrag.
Wie Du das Warum in den genannten drei Bereichen praktisch anwenden kannst, findest Du im unteren Bereich des Beitrags.
Viel Spaß beim Lesen!

Besonders in den USA wird in Interviews oder Reportagen oft gefragt: “WHAT’S YOUR WHY?“
Und vielleicht hast Du persönlich auch schon erlebt, dass Dir – etwa im Assessment – die scheinbar lapidare – Frage gestellt wird, warum Du Dich für diesen Job bewirbst.

Tatsächlich fällt die Beantwortung der Frage nach dem WARUM oft schwerer, als zunächst gedacht.

Ein starkes WARUM erträgt jedes WIE

Eine saubere Beantwortung Deines ganz persönlichen Warum zu jeglicher Deiner Vorhaben ist der stärkste Motivator und lässt Dich jedes noch so schwierige WIE mit Leichtigkeit meistern.

Schon von großen Philosophen thematisiert und in der Marketingszene seit Jahren gehyped findest Du auf YouTube den sehr inspirierenden Vortrag von

Simon Sinek zu seinem Konzept “Start with Why“

Sinek hat Bücher geschrieben zu seinem Konzept des WARUM, welches mittlerweile weltweit in fast allen führenden Unternehmen im Marketing wie auch in der Personalentwicklung State of the Art darstellt.

Ob Du eine Geschäftsidee hast, Mitarbeiter führst oder generell Dich selbst und andere von Deinen Ideen überzeugen willst: mit einem starken Warum wirst Du motivierter sein, kannst folglich authentischer überzeugen und damit erfolgreicher sein.

Wann die Frage nach Deinem persönlichen WARUM gestellt werden kann

Mal schauen, ob Du ad hoc eine überzeugende Antwort hast 🙂

Bei der Bewerbung um einen neuen Job!

Yes! Du hast richtig gelesen! Schon im Bewerbungsschreiben sollte überzeugend rüber kommen, WARUM Du unbedingt genau diesen Job in genau diesem Unternehmen machen willst. Wenn Du das selbst noch nicht erlebt hast, dann kannst Du mir wirklich glauben, dass selbst im Assessment für Führungspositionen dies die erste und wichtigste Frage ist, die Dir gestellt wird – etwa so: “Warum möchten Sie diese Funktion ausüben?”, “Warum bewerben Sie sich als …?”, “Warum haben Sie sich für uns/ dieses Unternehmen entschieden?”, “Warum wollen Sie führen?”, Warum sollten wir uns denn gerade für Sie entscheiden?”.

Wir kochen alle nur mit Wasser und glaub mir, zu mir kommen hochmotivierte, blitzgescheite Menschen ins Coaching, die sich auf Assessments oder Bewerbungsgespräche vorbereiten. Ich stelle ziemlich am Anfang der ersten Sitzung die WARUM-Frage und es trifft nicht Wenige wie der Schlag, wenn sie merken, dass sie diese ganz entscheidende Frage nicht sauber beantworten können und folglich die Motivation im Unterbewusstsein nicht geklärt wurde.

Die Frage nach dem Warum ist im Bewerbungsgespräch der Türöffner und die alles entscheidende Frage! Deswegen schreibe Dir die Antworten dazu möglichst auf und gehe in die Tiefe. Antworten wie “Ich möchte führen”, “Ich möchte mehr Geld/ aufsteigen etc” oder gar sich anbiedern mit Sprüchen wie “Ich wollte schon immer in Ihrem renommierten Unternehmen arbeiten” kicken Dich ins AUS.

Kläre Dein WARUM und gehe dabei in die Tiefe Deiner Persönlichkeit, bleib dabei ehrlich und damit authentisch!

MISSION STATEMENT: Wie Du Menschen für Dein Business/ Produkt begeisterst

  • Du willst ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen?
  • Du willst Dein Business starten?

Du brauchst also zahlende Kunden, die Du überzeugen und bestenfalls begeistern kannst. Jetzt kommt es ganz entscheidend auf Dein Warum an! Glaubst Du nicht? Du glaubst immer noch, dass es ausreicht, ein technisch gutes Produkt vorzuweisen oder meinetwegen im Dienstleistungssektor bestimmte Methoden zu beherrschen? Das bieten viele in einer ähnlichen Art. Der Unterschied liegt in der Motivation, warum Du genau das verkaufen willst.

“Ich habe mir dieses Business ausgewählt, weil ich ganz schnell reich werden will…weil ich meine Schulden abbauen will…weil ich keinen Bock auf eine feste Anstellung habe…weil die anderen das auch machen…weil ich mit 35 in Rente gehen will etc”

Wenn Du mit solchen Absichten – sprich mit so einem Warum – an ein Business, einen Kunden oder als Single auf einen potentiellen Partner herangehst, dann geschieht dies 1. aus egoistischen Interessen und 2. auf der Grundlage von BEDÜRFTIGKEIT! Bedürftigkeit…anderes Thema, auch sehr interessant und findet hier im Blog auch noch seinen Platz.

Auf das Mission Statement geht Simon Sinek im Besonderen ein und erklärt das am Beispiel von Apple-Gründer Steve Jobs. Jobs wollte den PC für Jedermann, einen Computer, der einfach zu bedienen ist und das Leben erleichtert. Eine Idee, die wir heute vielleicht schnell als naiv und zu idealistisch abtun, war in den 70er Jahren fast revolutionär. – Hätte Steve Jobs PCs entwickelt, weil er unbedingt Geld verdienen will, hätte er die Wünsche der Kunden sicher nicht so gut im Blick gehab

Das WARUM im Mitarbeiter-Gespräch

Jetzt wird es schon ein bisschen trickreicher. Zwei Aspekte bezogen auf Mitarbeiterführung möchte ich hier kurz vorstellen:

  1. Wenn Du als Führungskraft Dein Team von notwendigen Veränderungen überzeugen willst, und zwar so, dass Dein Team diese auch mit trägt.
  2. Wenn einer Deiner Mitarbeiter von verbindlichen Absprachen abweicht oder diese ‘möglicherweise’ missachtet hat.

zu 1.: In Deinem Unternehmen verändern sich Strukturen, die sich auf die Arbeit Deines Teams auswirken? Veränderungen, die Deine Mitarbeiter möglicherweise erst mal unsanft aus der Komfortzone heraus holen? Dann nimm Dir bitte unbedingt die Zeit und kläre im Vorfeld Dein persönliches Warum. Altbackene Äußerungen wie z.B. “Das haben wir so entschieden”, “Die da oben wollen das nun mal so”, “Wem es nicht passt, kann ja gehen”, “Ich bin Deine Vorgesetzte” etc. führen dazu, dass selbst die besten Leute innerlich kündigen und schlimmstenfalls hinter Deinem Rücken ihr eigenes Ding machen. Du wirst dann schlichtweg nicht mehr ernst genommen!

Besser ist es, offen und ehrlich zu erklären, Warum die Veränderung notwendig ist und auch: Warum es sich für das Team lohnen kann, sich auf das Neue erst mal wertneutral einzulassen (hier ist sie wieder, die Motivation).

zu 2.: Dir ist aufgefallen, dass vorher verbindlich festgelegte Arbeitsschritte nicht oder anders durchgeführt wurden. Nun ist es Deine Aufgabe, den Mitarbeiter darauf anzusprechen. Ganz unglücklich kann es nun sein, etwa zu fragen “Warum hast Du das nicht gemacht?”. Wenn Du diese Situation einmal bildlich vor Deinem inneren Auge ablaufen lässt, dann fühlt sich das wahrscheinlich an wie ein Vorwurf. Da entsteht schnell eine Schwere, die oft unverhältnismäßig ist.

Eleganter ist es in diesem Fall, das WARUM durch ein WIE zu ersetzen

Du könntest das zum Beispiel durch folgende Fragen lösen: “Wie ist es denn gelaufen?” – Bereits nach dieser Art von Fragestellung fangen die meisten doch sowieso schon an zu reden und erklären Dir von sich aus, warum sie etwas nicht oder anders als abgesprochen gemacht haben. Und in 99% aller Fälle lösen sich die dunklen Wolken in Wohlgefallen auf.

Du siehst also, das WARUM ist smart und mächtig, aber nicht allmächtig.

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Bildnachweis: Geralt, Pixabay

Patrizia Blaha
Autorin Patrizia Blaha

Ich bin Patrizia Blaha aus Düsseldorf.

Spezialisiert habe ich mich auf Leadership- und LifeCoaching und praktiziere seit 2014 vorwiegend im online-Coaching.

Der Blog auf meiner Webseite soll Dich inspirieren und gibt Dir einen Einblick in meine Arbeit im Coaching, als Unternehmerin und Führungskraft.

Lebensnah gebe ich Dir Tipps rund um die Themen Leadership, Persönlichkeit, Beziehungen und Erfolg – eben das, was uns Menschen oft beschäftigt und antreibt.

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