Realitäts-Check und Loslassen alter Glaubenssätze

Anknüpfend an den letzten Blog-Beitrag zum Thema Veränderungen geht es dieses Mal darum, WIE Du über Dich selbst redest und damit, WAS Du von Dir selbst glaubst. Welche Glaubenssätze oder Grundüberzeugungen Deine Welt, Deine Möglichkeiten, Dein Können, Deinen Selbstwert und vor allem auch Dein Glück bestimmen. Gerade, wenn Veränderungen anstehen, zeigt sich sehr deutlich, wie solide Dich Deine Grundüberzeugungen tragen und Dich Herausforderungen mit Freude und Leichtigkeit meistern lassen – oder inwieweit Du Dich eher unnötig innerlich sabotierst.

So finden besonders in größeren Unternehmen regelmäßig Veränderungen statt, die sich in ehrgeizigen Zielen und komplexen Arbeitsprozessen widerspiegeln. Neue Konzepte müssen 1-zu-1 umgesetzt werden und bringen Mitarbeiter gerade in der Einführungsphase oft an ihre Belastungsgrenze. In dieser Zeit höre ich öfters Sätze wie z.B.: „Ich sag es besser gleich, ich kann das nicht so gut…ich bin darin nicht gut genug…es kann sein, dass Du nicht mit mir zufrieden sein wirst…“. Solche Äußerungen kommen meiner Erfahrung nach oft von denjenigen, die besonders engagiert sind, ihren Job überdurchschnittlich gut machen wollen und vor allem: die ihren Job objektiv betrachtet auch sehr gut meistern – besser eben, als sie es von sich glauben.
Nun könntest Du sagen, „na dann ist doch alles gut. Was sorgst Du Dich, wenn doch das Ergebnis stimmt? Sollen die Leute doch über sich selbst denken und sagen, was sie wollen“. Und tatsächlich gehört es ja  in manchen Kulturen fast zum guten Ton, sich selbst regelrecht klein zu reden. Besonders in Japan wird dieses Schlecht-Reden der eigenen Fähigkeiten heute noch praktiziert.

Diese Art des Sich-Klein-Redens und Sich-Schlecht-Redens ist in seiner Wirkung nicht zu unterschätzen. Denn wer beispielsweise schon am Arbeitsplatz oder vor Freunden negativ über sich selbst redet, bei dem ist es sehr wahrscheinlich, dass er oder sie

  1. auch vorwiegend negativ MIT SICH SELBST REDET und
  2. sich diese Art des negativen und begrenzenden Dialogs mit sich selbst auf viele Lebensbereiche ausgebreitet hat.

Das glaubst Du jetzt nicht? 80% aller Gedanken, die wir täglich denken, sind NEGATIVE und BEGRENZENDE GEDANKEN. Die Gedanken drücken sich schließlich in Sprache aus und beeinflussen Dein Tun. Negative Gedanken sind toxisch, denn sie vergiften Deinen Geist und Dein Wesen dahingehend, dass Du irgendwann Negativität in jeglicher Form in Dein Leben ziehst. Das hört sich jetzt sehr dramatisch an, doch beobachte mal Deine Gedanken und wie sich dadurch Dein Fokus verändert. Wie Du Dich dadurch immer mehr auf Negatives konzentrierst und den Blick für das Schöne und Machbare verlierst. Auch dieses Sich-Selbst-Klein-Reden begrenzt Dich in Deinen Möglichkeiten.

Deine Glaubenssätze sind mächtig und bestimmen Deine Weltsicht, Dein Selbstbild und Deine Möglichkeiten, ins Tun zu kommen und Dein Leben selbstbestimmt nach Deinen Vorstellungen zu leben.

MEINE HEUTIGE INSPIRATION FÜR DEINE KOMMENDE WOCHE:

  1. Ich bitte Dich, dass Du Dir ab heute für die kommende Woche genau zuhörst und beobachtest, WIE und vor allem WAS Du über Dich denkst und wie Du mit Dir selbst redest.
  2. Schreibe Dir Deine Gedanken am besten auf! Du wirst Dich wundern, wie Du teilweise mit Dir selbst redest!
  3. Mache für jedes einzelne Statement einen REALITÄTSCHECK, d.h. frage Dich „Ist das wirklich wahr, was ich da über mich denke und sage?“
  4. In der darauf folgenden Woche pickst Du Dir die negativen Glaubenssätze raus und wandelst Sie in positive Glaubenssätze um.Kultiviere einen liebevollen Dialog mit Dir selbst!

Wenn Du meine Blogbeiträge regelmäßig liest oder mich vielleicht sogar persönlich kennst, dann weißt Du, dass ich sehr pragmatisch bin und machbare wirkungsvolle Lösungen anbiete. So ist es aus meiner Sicht unrealistisch, sich hier einfach nur alles happy-happy schön zu reden. Das ist mir persönlich zu wenig nachhaltig.

Es geht mir vielmehr darum, dass Du Dir regelmäßig Zeit für Dich nimmst und genauer beobachtest, wie Du mit Dir selbst redest um gegebenenfalls Deinen inneren Dialog dahingehend anzupassen, dass es Dir gut tut und Dich im Leben weiter bringt.
In diesem Sinn wünsche ich Dir eine spannende kommende Woche und: GLAUB‘ AN DICH!
Alles Liebe Deine Patrizia ​
Bildnachweis: John Hain, Pixabay