Wer etwas will, findet Wege. 
W
er etwas nicht will, findet Gründe
Vielleicht kennst Du schon das ‘smart-Modell’ – das ist ein bewährtes Modell, um sich Ziele zu setzen. Vielleicht ist Dir das smart-Modell noch zu abstrakt.
Dann ist es gut möglich, dass Du hier im Blog Inspiration bekommst, für mehr Klarheit und Fokussierung, wenn es um Deine Ziele geht, aber auch um Deine Träume, die Du Dir endlich erfüllen willst.

Meine teils sehr bodenständigen Beschreibungen sind stets praxiserprobte Berichte aus meiner mittlerweile jahrelangen Tätigkeit als Coach, Führungskraft und Weltenbummler.

1.   Werde konkret und finde Deine innere Wahrheit

WAS genau willst Du genau WIEbis WANN und WARUM erreichen?

WAS? Gerade kürzlich habe ich es wieder in einer EFT-Sitzung erlebt. Auf die Frage, was denn erreicht werden soll, kam die Antwort „ja, das alles halt so richtig im Flow ist… halt so weg von der Stagnation“. Was soll das sein? Was soll ich mit so einer Aussage anfangen?

Unklare Willensäußerungen sind oft das Ergebnis von Ängsten, dass das, was man umsetzen möchte, nicht erlaubt sein könnte oder anderen absurd erscheint. Je genauer Du also formulierst was Du erreichen möchtest, desto einfacher wird es schließlich einen Plan zu machen, der auf dieses Ziel erfolgreich hin steuert.

Die Angst vorm Verlieren ist hier nach meiner Erfahrung weniger entscheidend, denn was verlierst Du schon konkret, wenn nicht mal klar war, was Du gewinnen willst 😉

Erst wenn Du klar formulierst, was Du haben möchtest, wirst Du es auch bekommen!

Gerade wenn es um das konkrete Formulieren des WAS und WIE geht, eiern selbst angehende Führungskräfte vor ihren Mitarbeitern oft dermaßen herum und verlieren sich in weichgespülten Soft-Facts („ach ja, was soll ich Euch sagen, Ihr seid ja Profis…Ihr wisst schon, wie es geht“ druckste so und ähnlich schon manch ein Coachee vor seinen Leuten herum).

HAST DU ANGST VOR DIR SELBST?

Dieses Herum-Eiern vor anderen und damit auch vor seinem inneren Selbst geschieht meist aus Angst, anzuecken, abgelehnt zu werden und um es auf einen einfachen Nenner zu bringen: aus Angst vor der inneren Wahrheit, der Du Dich besser beizeiten stellst.

Zu entscheiden, was man will und auch was man nicht will, das ist nicht nur der erste Schritt zum Ziel, es ist der erste Schritt zu jeglicher Lösung.  

So kann eine Zielsetzung eben auch sein, ein Problem aufzulösen oder etwa, seine Zeit nicht mehr mit Dingen oder Menschen zu verbringen, die einem schon lange nicht mehr gut tun.

WIE? Mit welchen Mitteln setze ich mein Ziel um? Brauche ich vielleicht Hilfe von Spezialisten oder Werkzeug?

WARUM? Eine wichtige Frage aus einfachem Grund. Anders formuliert könnte ich Dich auch fragen: Was wird Dir das Ziel an persönlichen Vorteilen einbringen? Und ist es wirklich Dein Ziel? Oder ist es doch eher das Ziel von anderen, wenn Du z.B. auf der Karriereleiter nach oben kletterst, diesen ‚vernünftigen Beruf‘ erlernst, die gute Partie heiratest oder ähnliches.

2.   Kommuniziere Ziele vor Dir selbst und anderen

Vor Dir selbst: am besten, in dem Du das Ziel und seine Maßnahmen aufschreibst.

Vor anderen: weil Du so besser am Ball bleibst, möglicherweise wertvolle Unterstützung und Bestätigung bekommst. Und vielleicht gewinnst Du sogar einen Sparringspartner, der das gleiche Ziel hat.

Wer aus seinen Zielsetzungen ein Geheimnis macht, bleibt mit seinen Wünschen alleine

Erst kürzlich hörte ich wieder folgende Aussage: „Ich möchte mich selbständig machen“. Auf unsere Frage „mit was denn?“, kam die Antwort: „Darüber möchte ich nicht sprechen“. So eine Herangehensweise ist meiner Meinung nach zum Scheitern verurteilt. Oder war es sowieso nur heiße Luft? Ein bisschen Gerede vielleicht, um sich interessant zu machen?

Geheimniskrämerei macht etwas mit Deinen Zielen, und es wirkt sich auf Dein Glaubenssystem aus. Was Du zu anderen sagst, das sagst Du auch zu Dir selbst und umgekehrt – bis Du es glaubst 😉

3.   Teile Dein Ziel in Teilziele auf

Teilziele sind kleiner, dadurch schneller und einfacher zu erreichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du mit kleinen Teilzielen erfolgreich sein wirst, ist höher. An Mammut-Aufgaben kannst Du Dich schnell sprichwörtlich verheben. Wenn Du auf kurzen Strecken nicht den gewünschten Teil-Erfolg hast, tut das 1. nicht so weh und 2. kannst Du besser bei Zeiten nachbessern.

Zu groß angelegte Ziele vergleiche ich gerne mit Hochleistungssport. Extremer Anstrengung folgt oft das Euphorie-High, das nicht selten zu emotionalen Abstürzen oder Kurzschlusshandlungen führt.

4.   Take Action

Da kann ich mir schon auch selbst an die Nase packen. Da werden radikale Ernährungsbücher wie „Die Weizenwampe“ gelesen, um sich kurz darauf erst mal mit einem Stück Kuchen zu trösten.

Gewohnheiten sind durch Aktion entstanden. Gewohnheiten werden auch nur durch Aktion verändert.

5.   Bleibe realistisch – bleibe in Balance

„Werde Veganer in einer Woche!“ – diese bewusst überspitzte Formulierung drückt aus, was ich Dir sagen möchte. Zu radikale Veränderungen bringen Dich schnell aus der Balance und sind unrealistisch in der Umsetzung.

Bildnachweis: Patrizia Blaha