WIE DU DEINE INNERE FÜHRUNG IN RESONANZ MIT GLÜCK UND ERFOLG BRINGST

Anknüpfend an den letzten Blogbeitrag zum Thema Zielklarheit und positive Zielformulierungen möchte ich noch auf ein Phänomen eingehen, welches ich gegenwärtig sehr häufig beobachte:

Viele Menschen kultivieren regelrecht Äußerungen, die ausdrücken, was sie alles NICHT wollen, folglich nicht akzeptieren und schließlich emotional ablehnen. 

Besonders  interessant – gerade für Führungskräfte – wird es im zwischenmenschlichen Bereich, wenn bestimmte Persönlichkeitsmerkmale oder menschliche Verhaltensweisen nicht gemocht werden.

​Dabei kannst Du darauf schauen, wie sich Deine Mitmenschen über andere äußern und was sie an ihnen alles nicht mögen.
Noch viel spannender wird es jedoch, wenn Du Deine Aufmerksamkeit einmal darauf richtest, was Du persönlich an den Mitmenschen aus Deinem Umfeld nicht magst. Drei Aspekte sind hier relevant:

  1. Was überwiegt bei Deinen Gedanken und Deiner Meinung über andere? Denkst Du eher an Dinge, die Du an anderen magst, oder kreisen Deine Gedanken oft – und möglicherweise immer öfter – darum, was Du an anderen eben NICHT magst oder NICHT willst, dass es in dieser Art und Weise abläuft?
  2. Achte dabei ganz genau auf Deine Sprache, die Du verwendest!
  3. WARUM magst Du etwas oder jemanden nicht?

Nehme Dir einen Zettel und schreibe mindestens einen Tag lang Deine Gedanken dazu im Wortlaut auf. Denn es ist außerdem ein Unterschied, ob Du etwas nicht magst/ etwas nicht willst, oder: ob Du etwas oder jemanden z.B. nicht ausstehen/ nicht leiden kannst.
Bsp.: „Ich kann es nicht ausstehen, wie Kollege xy dieses oder jenes macht/ sich kleidet/ wie er spricht/ lacht…da habe ich gleich die Hasskappe auf…da kriege ich ganz schlechte Laune“ etc.

Auch hier gilt, dass über Deine Gefühle Gedanken entstehen, die sich in Sprache ausdrücken. Deine Sprache wiederum führt zu Verhaltens- und Handlungsweisen in positive oder eben negative Richtungen.

Regelmäßiges Beobachten und Hinterfragen ist – gerade bei der Führung von Mitarbeitern – das A und O. Denn Du kannst Mitarbeiter nur motivieren und mit ihnen gemeinsam exzellente Ergebnisse erzielen, wenn Deine innere Führung (emotional und sprachlich) in die richtige Richtung läuft. Mitarbeiter spüren das i.d.R. sehr schnell, welche Haltung Du ihnen gegenüber hast und ob diese eher wohlwollend oder ablehnend ist.
In diesem Zusammenhang beobachte ich bei Führungskräften – besonders wenn sie größere Teams führen – wie deutlich sich Sprach- und Verhaltensmuster manifestieren können, die das Resultat einer ablehnenden Haltung sind.

So gibt es Führungskräfte – und zu denen gehörst Du hoffentlich nicht -, die ihrem Team im Meeting z.B. zehn Minuten erzählen, was sie alles NICHT wollen oder was so bitte NICHT gemacht werden soll. Was dann passiert, ist im letzten Blogbeitrag über Zielklarheit eingehend beschrieben. Oder es werden dem Mitarbeiter eher seine Fehler unter die Nase gerieben, anstatt sein Potential zu erkennen und zu fördern.
Wenn Mitarbeiter übrigens zunehmend NICHT WOLLEN ausdrücken, kann dies auch – bei aller Selbstverantwortung – ein Hinweis darauf sein, dass die Unternehmensführung angepasst werden sollte.
Dabei ist es irrelevant, ob sich die Ablehnung aufgrund negativer Erfahrungen oder Stress gebildet hat, denn eines ist für Führungskräfte, Unternehmer und auch Top-Performer essenziell: die regelmäßige Reflektion, das regelmäßige Hinterfragen der eigenen Gefühle, Gedanken und des daraus resultierenden Verhaltens.

Dies geschieht bestenfalls in regelmäßigen Trainings und Coachings. Führen und Exzellenz in der Performance unterliegen einem stetigen Lernprozess, der von äußeren und inneren Veränderungen geprägt wird.
Nur wenn die innere Führung stimmt, kann nach außen nachhaltig erfolgreich geführt werden.

Deswegen, gehe mit Deinem Glück und Deinem Erfolg in Resonanz und:

“Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.”
u.a. aus dem Talmud

Bildnachweis: Tim Gouw, Unsplash